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Drei Zinnen im Laufschritt

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Bei unserem Wanderurlaub in Sexten Anfang September 2023 wurde ich auf den „Drei-Zinnen-Lauf“ (offiziell „Südtirol Drei Zinnen Alpine Run„) aufmerksam. Daran teilzunehmen war eine spannende Herausforderung, zum einen, weil ich eigentlich kein spezielles Training dafür hatte, zum anderen mussten wir den Urlaub um einen Tag verlängern, was sich aber in unserem Hotel (Alpenwellness St. Veit) problemlos arrangieren ließ (wir mussten nicht einmal das Zimmer wechseln).

Also meldete ich mich zum Lauf am Samstag, dem 9.9.2023, an und holte pflichtbewusst am Vortag die Startnummer ab. Die Wettervorhersage war grandios: So gab es zumindest bei der Wahl der Ausrüstung keine großen Unklarheiten. Im Hotel hatte ich beim Abendessen das hervorragende Abendmenü in einen Nudeltopf umbestellt und war somit ernährungsmäßig „gerüstet“ für einen Berglauf.

Susi begleitete mich zum Start, der um 9 Uhr erfolgte: Die Route führte vom Parkplatz des Helmjet (1.300m) zuerst in einer Schleife ins Ortszentrum von Sexten und dann ins Fischleintal zur Talschlusshütte (1.548m). Bis dorthin war es ja einigermaßen flach – und wunderschön zum Laufen!

Dann begann der Aufstieg zur Zsigmondy-Hütte, immer den Zwölferkofel im Blick – und ich sag es euch: Es war einfach unglaublich schön! Hinter jeder Kurve wartete ein neues Panorama (mit dem alles überragenden Panorame des Zwölferkofel stets im Blick!), wo du am liebsten gejauchzt hättest. So ließ sich der steile Abschnitt zur Zsigmondy-Hütte (2.224m) schon bewältigen. Auf der Hütte wartete eine Verpflegung und ein Alphornbläser feuerte die TeilnehmerInnen an.

Weiter ging es zum höchsten Punkt der Route, dem Büllelejoch bzw. der Büllelejoch-Hütte (2.528m), wo eine weitere Verpflegungsstation eingerichtet war. Um das gleich an dieser Stelle zu sagen: Die Versorgung beim Lauf war ausgezeichnet. Es gab überall ausreichend zu trinken und zu essen. Natürlich hatten die Veranstalter in diesem Jahr den Vorteil, dass es in den letzten Tagen vor dem Rennen immer schönes Wetter hatte und der Transport und der Aufbau der Versorgungstische kein Problem war. Soweit ich gehört habe, fand dieser Lauf auch schon im dichten Schneetreiben statt: Das will ich mir lieber nicht vorstellen!

Nun war das Ziel, die Drei-Zinnen-Hütte (2.405m), schon fast in Reichweite. Es ging nochmal wunderschön über den Bödenseen in mäßiger Steigung entlang: Und nach einem letzten Aufschwung kamen die Drei Zinnen ins Blickfeld und ich konnte die Finnisher-Medaille in Besitz nehmen.
Auch hier war eine fantastische Versorgung gewährleistet. Die Läuferinnen und Läufer waren überall auf dem Gelände um die Hütte verstreut und es herrschte ausgelassene Stimmung.

Schließlich wurde es aber Zeit, über den „Normalweg“ abzusteigen (das war nicht mehr Teil des Rennens – und bot damit Gelegenheit für ein Fußbad im jungen Landrobach) und in der Fischleinbodenhütte in die Busse zurück nach Sexten einzusteigen. Die Siegerehrung und Pasta-Party gab es dann bei der Talstation der Helmbahn. Susi war dazu gestoßen, um ein wenig die Atmosphäre (und den Schweißgeruch der Läuferinnen und Läufer) aufzunehmen.

Resümee: Ich war überwältigt von der landschaftlichen Schönheit des Laufs. Und ich durfte auch zufrieden sein, die Strecke ohne großes Training geschafft zu haben, und auch, ohne mich total zu verausgaben (was den Genuss sicher geschmälert hätte)! Da nimmt man den Muskelkater am nächsten Tag schon mal in Kauf …

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