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Unterwegs im Bergsteigerdorf Hüttschlag

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Die Tourentage Light fanden 2022 von 3. bis 6. März am Ebenhäusl statt, das ja schon so oft „Zentrum“ unserer Skitouren-Tage war. Die Teilnehmenden wechselten an den vier Tourentagen aufgrund von privaten und beruflichen Verpflichtungen etwas: Mit Dietmar, Felix, Hias, Julia, Renate und mir waren insgesamt sechs Bergfexe auf den Gipfeln des Bergsteigerdorfs Hüttschlag unterwegs.

Indem sie nachhaltigen Tourismus und den Ein­klang zwischen Natur und Mensch fördern, entsprechen die Bergsteiger­dörfer des Alpenvereins in besonderer Weise den Zielen der Alpen­konvention (ein internationaler Vertrag zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen). Die Gemeinde Hüttschlag ist seit 2008 eines der mittlerweile über 30 Bergsteigerdörfer, und wir durften bei unseren Tourentagen vier (eigentlich fünf) wunderschöne Gipfel rund um Hüttschlag erklimmen.

Nebeleck – Loosbühel

Tag 1 der Tourentage (3.3.2022) führten Renate, Hias und mich aus dem Ellmautal (Grund, Großarl) über die Filzmoosalm aufs Nebeleck (2.159m) und den nahe gelegenen Loosbühel (2.049m). Wir hatten Bilderbuch-Wetter und auch sonst rundherum traumhafte Tourenbedingungen. Da schmeckte das Bier auf der Loosbühelalm dann ganz besonders!

Arappkopf

Am Tag 2 machten Dietmar, Hias, Julia und ich uns vom Ebenhäusl aus auf den Weg nach Hüttschlag und von dort auf den Arappkopf (2.194m). Wir stiegen über den Wald auf, genossen die Jause am Gipfel und fanden bei der Abfahrt richtung Harbachalm gute Bedingungen vor. Als Belohnung winkten am Ebenhäusl Ripperl.

Mureck

Nachdem Felix am Morgen zu uns gestoßen war, machten wir uns am Tag 3 (5.3.2022) direkt vom Ebenhäusl aus auf den Weg zum Mureck (2.402m). Wieder einmal erwies sich der Aufstieg von der Baumgrenze zum Murtörl als ausgesprochen windig. Aber wir waren sehr glücklich, dass es am Gipfel eigentlich windstill – wenn auch kalt – war. Wir fiuhren in die Scharte zum Schöderhorn ab und fanden dann unter dem Felskamm des Murecks traumhafte Bedingungen vor. Kurz vor dem Ebenhäusl wurde beim „Mausoleum“ über dem Seehof sogar noch ein Nickerchen in der Sonne gehalten. Krönender Abschluss des Tages war das Bratl im Bauernladenstüberl bei Doris Aichhorn

Kreuzeck

Tag 4 der Tourentage (6.3.2022) führte uns von der Hallmoosalm aufs Kreuzeck (2.204m). Der Waldweg unterhalb der Karteisalm war wie gewohnt harschig, die Rast auf der Karteisalm war wie gewohnt gemütlich. Dann näherten wir uns den eher windigen Zonen, konnten aber den Gipfel und die Abfahrt über die oberen Hänge voll genießen. Unterhalb der Karteisalm, bei der steilen Einfahrt in den Hohlweg, kam es dann zu einer seltenen Begegnung: Wir dachten zunächst an einen gestürzten Skifahrer, der sich da im Wald bewegte, doch zum Vorschein kam: ein balzender Auerhahn. Und nachdem ich noch unbedingt ein Foto wollte und die anderen schon weitergefahren waren, war ich allein zurückgeblieben und wurde prompt angegriffen – nicht lachen, Lois: das konnte ich ja nicht wissen! Ich hatte den Hahn schon auf Stocklänge vor mir, konnte mich aber durch einen todesmutigen Sprung hinein in den eisigen Hohlweg retten. Das musste natürlich am Jägerstammtisch in der Gifthütte (Aschaustüberl) nachbesprochen werden.

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