Georg's Blogworld

02.03.2020
von Georg
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Lungau extrem

Die Tourentage Light 2020 vom 28.2.-1.3.2020 waren durch das zwar abziehende, aber immer noch nachwirkende Sturmtief Bianca zumindest vom Wetter her „extrem“. Zusätzlich hatten wir aufgrund des Murenabgang am Ebenhäusl unser Standardquartier im Hüttschlager Talschluss gegen das Hotel Post Örglwirt in Mariapfarr ausgetauscht und hatten uns einige Touren in der näheren Umgebung gesucht: den Gumma von Lessach über die Wilbachhütte, den Preber vom Prebersee (mit Einkehr in der neuen Ludlalm) und auf einen Rücken über der Granitzlhütte (am Weg zur Zechnerkarspitze).
Mit einem Multivan brachen wir zu sechst (Julia, Renate, Dietmar, Felix, Matthias und ich) am Freitag morgens auf. Die im Laufe des Februar grassierenden viralen Infekte (noch ohne Coronavirus) hielten uns zum Teil schon noch in Schach: Julia musste sogar auf den Preber „verzichten“, und Dietmar hustete uns was …

Mariapfarr am Abend

Bei der Tour auf den Gumma am Freitag wurde es im oberen Teil des Rückens schon ziemlich stürmisch, deswegen kehrten wir auch kurz vor dem Gipfel um. Dafür hatten wir aber im oberen Bereich fantastische Abfahrtsbedingungen. Ab einer Höhe von 1.700m mussten wir aber an diesem Wochenende schon auf Forststraßen hoffen: in den unteren Lagen, speziell im Wald hatte es schon verdammt wenig Schnee. Traumhaft war die Abfahrt über den Gipfelhang des Prebers (wir fuhren etwas südlicher ein): Aufgrund der Neuschneefälle der Woche davor und des schlechten Wetters fanden wir dort einen völlig unverspurten Hang vor.

Im Hotel Post ließen wir es uns nach den Touren im Wellnessbereich bei Sauna und Dampfbad gut gehen. Die Halbpension war sehr üppig, in Verbindung mit den von den Damen angeordneten Konditoreibesuchen war die Gefahr des Verhungerns an diesem Wochenende nicht groß. Abends wurde gespielt, gewutzelt und es gab sogar einen „Diavortrag“ über die Touren in Swanetien im Januar bei Chips und Bier.
Weitere Fotos gibt es temporär auf der Dropbox.

28.01.2020
von Georg
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Durchs wilde Swanetien

Mein Freund Hasch hatte bereits im Juli 2019 den Vorschlag gemacht, seinen runden Geburtstag bei einem „Abenteuerschifahren in Georgien“ zu feiern. Er hatte auch schon Kontakt zu Sven Fölser aufgenommen, einem Österreicher, der unter der Marke „Kaukasus Freeride“ Schitouren- und Freeride-Abenteuer in Georgien organisiert. Svens Organisation beginnt mit der Abholung vom Flughafen, sorgt für eine flexible Gestaltung der Tagesprogramme (inkl. Fahrer und Guides, wenn gewünscht) und endet mit einem Besichtigungstag in Tiflis: alles entspannt, flexibel und zuverlässig – sehr empfehlenswert!

Das Bergdorf Ushguli mit seinen Wehrtürmen ist Weltkulturerbe

Nach Planung und Vorbereitung war es dann am 20. Januar 2020 soweit: Zu zehnt starteten wir mit kompletter Schi- bzw. Tourenausrüstung nach Tbilisi (Tiflis), der Hauptstadt von Georgien. Dort holte uns ein Bus ab und brachte uns in zehnstündiger Fahrt nach Mestia in Nordswanetien, wo wir für die folgende Woche Quartier im Hotel „Suntower“ bezogen.

Mit von der Partie war unter anderen eine Gruppe von ehemaligen Mitarbeitern der Technodat einschließlich des damaligen Geschäftsführers Gerhard Haberl, der mit 72 Jahren der Senior der Reise war. Die zehnköpfige Gruppe bestand 50:50 aus Freeridern und Tourengeher/innen: Das heißt, wir waren tagsüber oft getrennt unterwegs und trafen uns abends zu gemeinsamen Ausflügen in die örtlichen Bars und Restaurants – etwa um Haschs 60. Geburtstag bei Musik und Tanz ausgiebig zu feiern. Die Freerider gingen links und rechts der Lifte auf Entdeckungsreise, die Tourengeher ließen sich mit einem Bus an die Ausgangsorte der Touren bringen – oft in entlegene Döfer bzw. Weiler mit nur wenigen Einwohnern.

Ein absolutes Highlight bildete für mich der zweitägige Ausflug in das Bergdorf Ushguli, zu dem wir in zwei Allrad-Bussen ca. zweieinhalb Stunden (für 40km!) lang anreisten, um dort gemeinsam zwei Tourentage zu verbringen, die zu den sicher schönsten Erlebnissen der Reise zählten. Das Dorf gehört mit seinen Wehrtürmen zum Weltkulturerbe, wurde erst 1989 elektrifiziert und wirkt trotz mittlerweilen steigender touristischer Erschließung, wie wenn es im Mittelalter stecken geblieben wäre: gefrorene Wasserleitungen und Wege (morgens hatte es schon mal -20 Grad), Schweine und Kühe überall, umgeben von eindrucksvollen Bergen, darunter der mit 5.201m höchste Berg Georgiens, der Schchara.

Die Touren bewegten sich auf einer Höhe zwischen 1.600m und 3.250m. Viele Gipfel sind namenlos, aber die Tourenplanung war aufgrund der fantastischen digitalen Karten auch nicht anders wie bei uns. Obwohl in diesem Januar laut Auskunft der Einheimischen sehr wenig Schnee war, fanden wir immer beste Aufstiegs- und Abfahrtsbedingungen vor. Ein Charakteristikum der Touren war, dass immer wieder Hunde aus den steinernen Gehöften dahergesprungen kamen und man nie wusste, ob sie spielen oder beissen wollten. Manchmal begleiteten sie uns auch bis zum Gipfel. Und einmal wartete bei unserer Rückkehr eine Abordnung des Dorfes Etseri – vermutlich vom Bürgermeister angeführt – auf uns, die uns Brot, Wein, Aufstrich, eingelegtes Gemüse und den landesüblichen Tschatscha, einen recht starken Schnaps, aufwarteten: gelebte georgische Gastfreundschaft!
Eine erweiterte Sammlung von Fotos befindet sich temporär auf der Dropbox.

Den Abschluss der Reise bildete ein eintägiger Aufenthalt in der georgischen Hauptstadt Tbilisi (Tiflis): Dort nahmen wir an einer Stadtführung teil, besuchten die Schwefelbäder und die Festung Narikala und genossen ein opulentes Abschlussessen. Am 26.1.2020 ging es mit Turkish Airlines über Istanbul zurück nach Salzburg.

Überall auf den Straßen sind Kühe anzutreffen

24.11.2019
von Georg
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Bandbreite

Am einen Wochenende der Start in die Skitourensaison in Zauchensee und ein Konzert im Pfarrzentrum Neualm (16.11.2019), am nächsten eine fast frühlingshafte Radtour durch die östlichen Hügel des Salzachtals (23.11.2019) – und dazwischen großes Musiktheater mit „Lohengrin“ in der Felsenreitschule in Salzburg: so vielfältig sind die Möglichkeiten bei uns in Salzburg (wenn das Wetter mitspielt).

11.10.2018
von Georg
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Spätherbst

Am Barmstein (11.10.2018)

Der graue Nebel tropft so still
herab auf Feld und Wald und Heide,
als ob der Himmel weinen will
in übergroßem Leide.

Die Blumen wollen nicht mehr blühn,
die Vöglein schweigen in den Hainen,
es starb sogar das letzte Grün.
Da mag er auch wohl weinen.

Text: Hermann Allmers (1821 – 1902)
Musik: Johannes Brahms (1833 – 1897), Qartette op. 92/2
Hörbeispiel: auf YouTube